Nach dem zweiten Spieltag der Bezirksliga Ost müssen sich die Schachfreunde Kirchenlamitz in der Tabelle nach unten orientieren: Mit 4,5-3,5 unterlagen sie den Hausherren denkbar knapp. Dabei sah es lange Zeit eigentlich gut aus für die Schachfreunde:
Am Spitzenbrett remisierte Koeppel ungefährdet gegen das wertungsstarke Bayreuther Spitzenbrett, und auch an Brett 2 teilte sich Heimerl mit seinem Gegner nach einem zähen Turmendspiel die Punkte. An Brett 3 gewann Rogler nach taktisch klugem Spiel zwei Qualitäten und brachte die Schachfreunde somit in Führung. An Brett 7 unterschätzte Gnichtel derweil einen Mattangriff seines Gegners und müsste frühzeitig aufgeben. Nun wurde es spannend: An vier Brettern gab es eher atypische Endspiele zu verfolgen, welche eigentlich nicht schlecht für die Schachfreunde standen. Aber es sollte heute anders kommen: An Brett 8 konnte Christoph Dütz noch einen vollen Punkt einfahren, nachdem er in einem Endspiel mit vier Springern seinen Gegner austanzte. An Brett 4 stand Holoubek zwischenzeitlich auf Gewinn, wickelte jedoch in ein Endspiel mit einem Mehrbauern ab, welches sein Gegner bei ungleichfarbigen Läufern mit Leichtigkeit verteidigen konnte; es blieb beim Remis. Maxi Dütz hatte am 6. Brett mit zwei Offizieren gegen einen Turm und zwei verbundene Freibauern letztlich das Nachsehen und musste seinem Gegner die Hand reichen. Die Augen richteten sich nun beim Zwischenstand von 3,5 zu 3,5 auf Paulack an Brett 5. Nachdem dieser sich im Mittelspiel einen handfesten Vorteil erspielt hatte, wurde dieser graduell kleiner. In einem Endspiel mit je einem Bauern und einem Springer agierte Paulack dann zu unpräzise und verlor schlussendlich – was die Kirchenlamitzer Niederlage besiegelte.
Nun heißt es: Mund abputzen und gegen Waldsassen am nächsten Spieltag Wiedergutmachung betreiben.